Die Antwort auf alles, nur rückwärts.
(24, für die, die Douglas Adams nicht ausreichend studiert haben.)
Inzwischen habe ich schon so lange nichts mehr hier geschrieben, dass der Browser schon mein Passwort vergessen hat. Aber wenn ich behaupte, die Zeit verfliegt und kriecht gleichermaßen langsam dahin, dann ist das zwar verhältnismäßig abgedroschen, aber dennoch trifft es den Kern der Sache verhältnismäßig gut. Dass die Zeit relativ ist, hat wohl Einstein gesagt, und ich habe es im physikalischen Sinne nie so ganz verstanden. Und, wo wir schon beim Thema sind, inzwischen bin ich wohl auch zu alt, um es noch zu lernen.
Anfang dieser Woche war ich noch hauptsächlich damit beschäftigt, darüber zu jammern, dass ich jetzt endgültig irgendeinen abstrakten Zenit überschritten hätte, der sich eigentlich nur auf eine dubiose Umfrage zurückführen ließ, laut derer 23-jährige Frauen in Web-Partnerbörsen die meisten Zuschriften bekämen. Mir geht es nicht um die Online-Brautschau, vielen Dank, auch nicht um geistige Höhepunkte, die man laut Biologie-Buch, AHS 7. Klasse, schon mit 21 erklommen und inzwischen weit hinter sich zurück gelassen hat, sondern um -
Betrachten wir es so: Anfang zwanzig hat man Träume. Mitte zwanzig Ziele.
Oder irre ich mich?
Jene Leute die ich kenne, in diesem unbestimmbaren Alter, das irgendwo mit Studienabbruch anfängt und mit etwa 30 aufhört, sind ähnlich plan- und orientierungslos wie ich. Wahrscheinlich ist es das, was uns verbindet – wir krebsen in unserem Leben herum und wissen nicht, ob wir glücklich oder unglücklich sein sollen. “Krebsen” deshalb, weil die Crustacea sich seitwärts bewegen, anstatt nach vorne. Aber so ist das im Leben, es gibt Gewinner und es gibt Verlierer. Und solche, die vom Bus überfahren werden.


Lesestoff: The Other Hand von Chris Cleave (Twitter: