10 Dinge
- Stelle fest, dass deine Mutter zwei Wochen früher als erwartet vom Urlaub zurückkommt und entsinne dich ihres Autos, das du illegalerweise vor grob geschätzten 5 Wochen am Bahnhof abgestellt und seither nicht mehr beachtet hast.
- Verpass die Straßenbahn und lege 15 Minuten Fußweg zum Parkplatz zurück, während denen du dir diverse Horrorszenarien ausmalen kannst. Das fängt an bei Hagelschaden, geht über den 100-Euro-Strafzettel, bishin zur drastischsten Variante des verschwundenen Autos. Wobei es auch hier wiederum zwei Möglichkeiten gibt, nämlich a) es wurde gestohlen, oder b) es wurde abgeschleppt, deine Mutter weiß das längst und will dich testen. Du bist dir nicht sicher, welches die unangenehmere Variante wäre.
- Stelle mit immenser Erleichterung fest, dass das Auto noch da ist. Sogar das Radio. Und der alte Parkschein unter dem Beifahrersitz. Alles ist in Ordnung, das Leben ist schön.
- Geh nachhause und trink ein Bier.
- Entwickle eine langsam wachsende Paranoia, das Auto beim Weggehen nicht wieder abgesperrt zu haben.
- Gib ihr schließlich nach und jogge zurück zum Parkplatz, weil du schon wieder die Straßenbahn verpasst hast.
- Stelle fest, dass das Auto in den vergangenen 45 Minuten verschwunden ist.
- Ruf hysterisch die einzige halbwegs vernunftbegabte Person an, die dein Leben zumindest periphär tangiert – und das, obwohl du den klugscheißerischen Spinner nicht leiden kannst, verdammt noch mal!
- Ignorier seine Worte des klaren Verstandes, geh nachhause und trink ein Bier.
- Wiederhole den letzten Schritt so lange, bis du alles für ein Werk deiner überbordenden Phantasie hältst.
Jemand sollte die “10 Schritte, den Morgen danach zu überstehen” schreiben. Ich fürchte nur, ich werde es nicht sein.
10 Dinge
Nebenbei hat mir heute ein Productivity-Blog mitgeteilt, wie ich auf 100 verschiedene Weisen mein Leben genießen könnte. Viele Vorschläge waren unspektakulär (“Geh mit deinem Hund spazieren.”), andere gerade zu irrsinnig (“Sing ein Lied und schenk deinen Freunden eine Aufnahme davon.” Bei mir würde das wohl eher zu einer drastischen Reduktion meines Freundeskreises führen). Einige dafür durchaus bemerkenswert, oder einfach nur nett.
Meine 10 Favoriten:
- Füttere die Enten im Park. (Was dafür spricht: zur Zeit wimmelt es nur so vor putzigen Entenküken und halbstarken Rowdies, die Gang-Lederjacken tragen und sich “The Ducklings” nennen.)
- Finde einen ruhigen Platz in schöner Umgebung und lies eines deiner Lieblingsbücher. (Lässt sich auch wunderbar mit Punkt 1 verbinden!)
- Lauf durch eine Sprinkleranlage (oder einen öffentlichen Brunnen)!
- Verbringe Zeit in einem Kaffeehaus und belausche intellektuelle Diskussionen fremder Menschen.
- Hör Musik aus einem neuen Genre.
- Schicke jemandem zum Spaß eine Postkarte.
- Probier ein neues Keks- oder Muffinrezept aus und verteile sie an Mitbewohner, Freunde, Kollegen. (Natürlich nur die gelungenen. Sonst ähnliches Risiko wie bei Aufnahme selbst verbrochenen Songs…)
- Druck ein paar digitale Fotos aus und häng sie auf. (Wer sagt, dass sie ein einsames Dasein in irgendeinem Ordner fristen müssen?)
- Schließ den Fernseher für einen Monat weg.
- Verbreite Chaos und Verwüstung, indem du eine Dose Coke Light mit einem Mentos hochgehen lässt.
Die komplette 100-Punk-Liste ist hier zu finden. Viel Spaß mit den Enten!
10 Dinge
Ich wusste, dass der 13. Juni ein besonderer Tag sein würde. Ich wusste bloß nicht weshalb. Um genau zu sein ist es mir immer noch nicht ganz klar. Daher…
10 Dinge, die gestern nicht passiert sind:
- Mir ist ein dritter Arm gewachsen.
- Die Katze hat ihre erste Maus gefangen.
- Ich hatte den besten Sex meines Lebens.
- Ich hatte Sex. (Ha.)
- Schafe stürmten die Straßen von Graz und trabten laut blökend durch die Herrengasse. Einige fielen in Baugruben.
- Ich habe eine gesunde, nahrhafte Mahlzeit aus Bioprodukten zu mir genommen, die ich natürlich selbst zubereitet habe.
- Eine Menge sinnvoller Ideen, von denen ich überzeugt bin sie in die Tat umsetzen zu können, kreuzten meine Gedanken.
- Die Murinsel löste sich aus ihrer Verankerung und trieb mitsamt Gästen und Personal die Mur hinab, und zwar bis zu deren Mündung in die Drau, dann weiter in die Donau und zu guter Letzt ins Schwarze Meer. (Das ist subtiler Bildungsbloggismus.)
- Im Schwarzen Meer hat sie sich festgesetzt. Während sie von unten vom Salz zerfressen wird, bangen die darauf gefangenen Menschen um den zur Neige gehenden Kaffeevorrat, der vom Salz augenblicklich verdorben würde.
- Mein Zigaretten- und Alkoholkonsum blieb in einem annehmbar überschaubaren Maß.
Dafür für den heutigen Tag zu verbuchen: erster Sonnenbrand der Saison! Yay, Hautkrebs!
10 Dinge
Wir widmen uns heute der Bildung:
- Die Katze wird als scheinbar einziges domestiziertes Tier nicht in der Bibel erwähnt.
- Die Katzenklappe wurde von Isaac Newton erfunden.
- Katzenurin leuchtet im Schwarzlicht.
- Für Katzen ist Schnarchen der ultimative Vertrauensbeweis.
- Füttert man eine Katze ausschließlich mit Thunfisch, erblindet sie.
- Katzen verbringen 30% ihres Lebens damit, sich zu putzen, 50% im leichten, 15% im tiefen Schlaf. Bleiben 5% für den Rest. (Yay, Mathe!)
- Katzenminze macht nicht süchtig.
- Wenn man schräge Augen auf eine Kartoffel malt, macht sie das zu einer Katze.
- In der Umgebung von Boston gibt es so viele 6-zehige Katzen, dass diese dort als anerkannte Mutation gelten.
- Katzen schnurren in der selben Frequenz wie ein Dieselmotor im Leerlauf.
10 Dinge
…und trotzdem aus dem einen oder anderen Grund mein Eigen nenne.
- Hang zum Nägel kauen (Orale Fixierung ist etwas, wovon Ex-Raucher ein Lied singen können.)
- Bettwäsche mit chinesischen Schriftzeichen (Da könnte “Schweineschmalz” draufstehen und keiner würde es wissen!)
- StudiVZ-Account (Der Drang zu stalken ist stärker als ich…)
- Einen Magen (Hätte man keinen, könnte er sich auch nicht umdrehen.)
- Headset (Berufskrankheit?)
- Melodrama (Der Hang, auf höchstem Niveau zu leiden ist unabstreitbar. Und schmerzhaft.)
- Die neueste Staffel von Grey’s Anatomy (Well, duh. Wer sie gesehen hat, wird wissen, was ich meine.)
- Haus- und Hof-Psychopath (Ziehen sie mich an, oder ich sie?)
- Silberfischchen (Damn it!)
- Blog (Eine Zivilisationskrankheit. Bomb the Blogosphere!)
10 Dinge
Datum: 17.8.2008
* Inspired by Frequency Festival 2008. Danke! ;)
- Knöcheltief im Schlamm stecken bleiben und einen Schuh verlieren
- Einem schönen Mann (oder einer Frau, meinetwegen) eine Abfuhr erteilen, weil man lieber der Band zuhört, anstatt sich zu unterhalten
- Von einem durchgeknallten Pogo-Tänzer eins draufbekommen und sich plötzlich in den Armen eines Unbekannten wiederzufinden, der den Fall gebremst hat
- Im Regen mit wildfremden Menschen Bier trinken, als kenne man sich schon sein halbes Leben
- So lange hüpfen, bis man nicht mehr kann, und dann trotzdem noch weitermachen
- Im Rockstar-Style einen Fernseher aus dem Fenster werfen (Okay, ich geb zu, der ist nicht von mir… Außerdem haben Zelte keine Fenster. Meistens.)
- Die “Muss man gesehen haben!”-Stimmen ignorieren und sich statt der berühmten Band dem puren Vergnügen hingeben
- Sich drei Tage lang ohne Gewissensbisse unglaublich schlecht ernähren
- Längst Vergessenes neu entdecken und sich an bessere Zeiten erinnern
- Von Pete Doherty versetzt werden
Hach ja. War das schön…
10 Dinge
Datum: 29.5.2008
Beim ziellosen Wandern durch die Straßen…
- Plastiklöffel vom Eis essen (2x – jahreszeitbedingt)
- Einkaufszettel (jemand hat Semmeln gekauft)
- Einladung einer ominösen Firma nebenbei 200 € pro Woche zu verdienen
- Bratwurst (nein, das versinnbildlicht nichts! Da lag tatsächlich eine Wurst. Nicht mehr, nicht weniger…)
- Zertretene Blume (metaphorisch anfällig)
- Coffee-to-go Pappbecher (von Eduscho. Interessant, weil der nächste, grob gesprochen, am anderen Ende der Stadt liegt)
- Feder (2x – mutmaßlich Taube)
- Hund (lag tatsächlich am Gehsteig herum. Als hätte man ihn da vergessen… [Beweis])
- Tennisball (womöglich gehörte er dem Hund…)
- Fahrrad ohne Sitz
PS: War besessen von der Idee, eine Münze zu finden. Blieb unbefriedigt, leider.