Everyday Blog
 

Klangvoll

Datum: 8.10.2007

“Blümerant”, das ist doch ein unglaublich schönes Wort, oder?

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Die Stadt bei Nacht

Datum: 5.10.2007

Die Straße: naß, von der Straßenreinigung. Lichter, die im feuchten Asphalt reflektiert werden und eine düster-romantische Filmklassiker-artige Mann-im-Trenchcoat-lehnt-an-Laternenpfahl-und-raucht-Stimmung erzeugen.

Die Luft: lau. Erfüllt von weniger Gestank und Lärm als tagsüber. Angenehm.

Menschen: Verschlossen, die Hände in die Taschen gestemmt, mittels mp3-Player von der Außenwelt abgeriegelt, Blick starr auf den Boden gerichtet. Ein Lächeln von dir, weil man in der selben Lage ist, ein Flackern des fremden Blickes in deine Richtung, dann so tun, als hätte man nichts gesehen. Üble Gegend. Bloß kein Augenkontakt. Wie bei Hunden.

Ein Fremder: weit weg.

Andere Menschen: lachen, reden. Irgendwo unter der Brücke, außer Sichtweite. Eine fremde Welt.

Ampeln: bunte, nutzlose Lichter, kein Auto weit und breit. Ein Fußgänger bleibt stehen, sieht hilflos auf das rote Licht, das ihm entgegenschreit, lauscht in die Stille und eilt nach zwei hastigen Blicken über die ausgestorbene Straße. Hoffentlich hat’s keiner gesehen.

Das Haus an der Ecke: rote Leuchtschrift, die gekauftes Glück verheißt, Licht hinter verhangenen Fenstern. Zwei ältere Männer steigen aus einem Wagen und halten auf den Eingang zu. Sie sehen sich nicht dabei an.

Ein Geschäftslokal: hinter heruntergelassenen Jalousien sitzt jemand an seinem Schreibtisch und blättert in Papieren.

Jemand, den man kennt: sieht dich nicht.

Die Nacht: erfüllt von Lichtern.

Der Mond: scheint nicht.

Du: schlaflos.

Moppelmerksätze
 

Moppelmerksatz #16

Datum: 2.10.2007

Merke:

Ein Frosch ist eine Amphibie mit essbaren Beinen.

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Auf ein Neues…

Datum: 1.10.2007

Hallo, neuer Monat Oktober!

Hallo neuer Monat voller Lügen, Enttäuschungen und Selbstverleugnung. Hallo schöner neuer Zeitraum, der noch groß und frei und offen dafür ist, mit Sinnlosigkeit gefüllt zu werden.

Hallo schlechtes Wetter, das mir eine willkommene Ausrede bietet, das Haus tagelang nicht zu verlassen. Schön euch zu sehen, Regen, Dreck und Kälte! Oh, und hey Uni, zum Semesterbeginn, schön dich zu sehen, so von weitem, da wir uns wahrscheinlich nie näher kommen werden, als die Distanz vom Café Ritter bis zu dir. Du und all die netten Studenten, die mir Angst machen, von denen ich mich deshalb lieber so fern halte, wie nur möglich, weil ich sonst nur wieder neue Komplexe bekomme, wenn ich mich mit all diesen Menschen vergleiche, die besser sind als ich.

Woah, ich muss schon sagen, es muss echt scheiße sein, ich zu sein.

Aber nein, nicht doch, ich hab ja eine Katze!

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