Dichtkunst
Eigentlich hatte ich vor ein Haiku zu dichten. Wegen des Frosches, der mir heute in Form einer Kritzelei auf einem Canasta-Rechnungsblatt über den Weg lief. (Eigentlich wollte ich ja nur einen traurigen Smiley zeichnen. Eigendynamik, sag ich nur… Eigendynamik ist überhaupt was Schönes. Wenn Ideen Eigendynamik gewinnen und von selbst laufen und laufen und laufen…)
Aber um zum Ursprungsthema zurückzukehren: Anscheinend habe ich das Haiku an sich im metaphysischen Sinne nicht ganz durchschaut, bzw. habe ich heute keine Lust mehr, die große Durchschauung anzugehen. Morgen vielleicht. Oder auch nicht. Aber ich kann dafür was reimen:
Und der Bauer saß im Baum,
tot war er, man glaubt es kaum.
Hat beim Nachbarn spioniert,
weil er nach Skandalen giert.
Da hat ihn nun der Blitz erwischt,
das hat den Klatsch dann aufgefrischt.
Gott… Wenn ich das so betrachte – eine Schande, dass ich die Dichterei nicht professionell betreibe, um alle Welt damit zu beglücken.
