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Dichtkunst

Datum: 26.2.2008

Eigentlich hatte ich vor ein Haiku zu dichten. Wegen des Frosches, der mir heute in Form einer Kritzelei auf einem Canasta-Rechnungsblatt über den Weg lief. (Eigentlich wollte ich ja nur einen traurigen Smiley zeichnen. Eigendynamik, sag ich nur… Eigendynamik ist überhaupt was Schönes. Wenn Ideen Eigendynamik gewinnen und von selbst laufen und laufen und laufen…)

Aber um zum Ursprungsthema zurückzukehren: Anscheinend habe ich das Haiku an sich im metaphysischen Sinne nicht ganz durchschaut, bzw. habe ich heute keine Lust mehr, die große Durchschauung anzugehen. Morgen vielleicht. Oder auch nicht. Aber ich kann dafür was reimen:

Und der Bauer saß im Baum,
tot war er, man glaubt es kaum.
Hat beim Nachbarn spioniert,
weil er nach Skandalen giert.
Da hat ihn nun der Blitz erwischt,
das hat den Klatsch dann aufgefrischt.

Gott… Wenn ich das so betrachte – eine Schande, dass ich die Dichterei nicht professionell betreibe, um alle Welt damit zu beglücken.

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[Werbeeinschaltung]

Datum: 24.2.2008

Wir schreiben das Jahr 2008. Und was sagt uns das? Also, okay, nicht viel im Prinzip. Es dauert schon ein bisschen an, und wird noch etwas länger dauern. Das Wetter war etwas eigenartig bisher und zur Zeit ist es außergewöhnlich warm. Es sind noch keine großen Kriege oder kleine Siege passiert, es ist einfach ein Jahr, ein Jahr, ein Jahr.

Das einzige, was es zumindest ein klein wenig von annähernd drei viertel aller anderen, gewöhnlichen Jahre unterscheidet, ist die Tatsache, dass es einen 29. Februar hat.

Das ist jetzt aber gar nicht mal so aufregend, angesichts der Tatsache, dass das Jahr 1712 in Schweden sogar einen 30. Februar hatte.

Aber wir wollen den 29. Februar natürlich nicht herabsetzen… Er ist, als eingeschobener Tag, etwas Besonderes und ich bin der Meinung, dass er generell als Feiertag gelten sollte.  Allein schon deswegen, damit wir alle Zeit haben, uns darüber zu freuen, dass dieser Tag da ist, dass es ist wie er ist, dass…

Okay. Ich gebe zu, das ist alles ziemlich schwach… Aber was soll ich machen, ich mag diesen Tag einfach! Und das einzige, das eventuell als Rechtfertigung gelten gelassen werden könnte ist die Tatsache, dass Martin Suter an diesem Tag Geburtstag hat. Bei Gelegenheit werde ich etwas über ihn schreiben, denke ich… Vielleicht sogar am 29…

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Ich mag…

Datum: 23.2.2008

…Romantik. Wenn sie so aussieht wie hier.

…oder auch hier.

10 Dinge
 

10 Dinge, die die Katze frisst, obwohl man ihr nahegelegt hat, ebendies nicht zu tun

Datum:
  1. Giftige Pflanze
  2. Stachlige Pflanze
  3. Dreck
  4. Kabel
  5. Papier/Rechnungen/Pappschachteln
  6. Hustenzuckerl incl. Verpackung
  7. Schnur
  8. Menschliche Gliedmaßen
  9. Stahlschwamm
  10. Affenfaust
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Wege in die Schizophrenie, Teil 1

Datum: 20.2.2008

Eine Unterhaltung der Moppelkatze mit ihrem früheren Ich…

M(oppelkatze): Weißt du, schwarze Haare stünden dir wirklich gut…

F(rüheres ich): Ich will doch nicht aussehen wie ein abgefuckter Pseudogoth – so wie du.

M: Das entspricht deiner depressiven Persönlichkeit aber viel eher als dieses aufdringliche Rot.

F: Ich bin nicht depressiv. Die anderen sind schuld.

M: Die anderen sind schuld, dass du später in der Psychiatrie landest, wenn du jetzt nichts degegen unternimmst!

F: Weißt du was? Fick dich doch! Was weißt du schon über mein Leben?

M: Mehr als du denkst, du Zwerg. Kein Wunder, dass dich keiner ausstehen kann.

F: Warst du eigentlich immer schon so ein Klugscheißer, oder ist das eine neuere Errungenschaft?

M: Ersteres. Aber ich hoffe ich hab diese präpotente-Schlampen-Dasein inzwischen abgelegt.

F: Träum weiter.

M: Wenigstens bin ich ehrlich.

F: Klar, bild dir nur groß was darauf ein. Damit machst du dir keine Freunde.

M: Hey, an deiner Stelle würd ich nicht so großkotzig daherreden, immerhin bist du um nichts besser!

F: Immerhin bin ich noch nicht so alt wie du. Ich könnte noch daran arbeiten…

M: Erstens, ich hab meine Quellen, und ich weiß, dass du das nicht tun wirst. Und zweitens, leck mich doch, ich sehe immer noch besser aus als du, Miss “Meine Pickel sind genauso rot wie meine Haare”!

F: *sprachlos*

M: Pah! *schnaub*

F: *Mund auf und zu klapp*

M: *Augenbraue heb*

F: *sniff*

M: o_O

F: *Träne zerdrück*

M: Oh verfluchte Scheiße, was soll das? Nicht heulen! Um alles in der Welt, bitte nicht heulen!

F: Du bist so… so… gemein!

M: Ich… nein! Das war doch nicht… du kannst doch nicht… spinnst du? Austeilen aber nicht einstecken können, was?

F: Lass mich doch in Ruhe!

M: o_O

F: *heul* *wegrenn*

M: Erm… Okay… Wiedersehn.

Moppelmerksätze
 

Moppelmerksatz #18

Datum: 13.2.2008

Merke:

Abnormalität bedeutet, nicht mit dem Standard einherzugehen. Anders zu sein in Denkweise und Verhalten bedeutet Abnormalität, Abnormalität bedeutet die Verachtung jener, die sich dem Standard anpassen.

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The One I Love…

Datum: 12.2.2008

(auf dem Foto markiert mit einem Post-It®)

mieze.jpg

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Entscheidungen

Datum: 11.2.2008

Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem man sich entscheiden muss… Für und wider, ja und nein, kein Aufschub möglich, danke sehr.

Ich habe Angst…

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Eines schönen Tages…

Datum: 7.2.2008

Ich möchte eingeäschert werden, wenn ich denn einmal gestorben bin.

Ich meine, das ist einfach eine sauberer Sache, so ein Häufchen Asche und damit ist alles erledigt. Im Gegensatz dazu wirkt das langsame Verrotten unter der Entwicklung übelriechender Gase und unter aktiver Mithilfe von Würmern und Maden, die sich durch meine Eingeweide fressen, schon beinahe obszön. Wenn es jemand richtig gemacht hat, dann waren es wohl die alten Ägypter (und alle anderen Völker, bei denen die Toten mumifiziert wurden, damit kenn ich mich nicht so aus), denn das hatte durchaus Klasse. Und eine Pyramide als letzte Ruhestätte, das wär’s auch…

Andererseits kann ich auch gerne drauf verzichten, dass dann zwei Jahrtausende später ein paar sensationsgeile Forscher angelaufen kommen, meine Leiche verschleppen und auf die wissenschaftlichste aller Arten zu schänden, nur um dann festzustellen, dass ich ganz offensichtlich tot. Ja, blöde Sache ist das.

Da ist verbrannt zu werden, ganz kompakt und ohne viel Federlesens, doch ein guter Kompromiss. Ich will ja nicht unbedingt in einer kitschigen Urne am Kaminsims landen, oder hinten im Kleiderschrank versteckt… Das hat beides etwas ziemlich morbides. Das bleibt mir aber ohnehin  auf jeden Fall erspart, da es hierzulande ja Pflicht ist, wenn man erstmal durchs Krematorium durch ist, am Urnenfriedhof zwischen anderen sauber entsorgten Menschen auf das Ende der Zeit zu warten. (Gespräche unter Urnennachbarn: “Hihi, ich bin die bezaubernde Jeannie aus der Urne!” – “Ich wünschte dein Humor wäre so staubtrocken, wie der Rest von dir…”)

Aber wenn, wenn ich könnte… dann wäre es bestimmt das Beste, an irgendeinem schönen Ort in den Wind gestreut zu werden. Ich würde gerne irgendeine Spur zurücklassen auf dieser Welt – vielleicht atmet mich dann irgendjemand ein und kriegt Asthma.

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Projekttag: Ein fiktiver Anruf.

Datum:

Ein recht nettes Projekt mit dem klingenden Namen LTLYM hat mich auf die Idee gebracht, eine der dort zu findenden Aufgaben hier umzusetzen. In diesem Fall wäre das…

Assignment #52
Write the phone call you wish you could have.

M(e/oppelkatze): Hallo.

D(er andere): Eh… hallo?

M: Du erinnerst dich. Sag nicht, dass du dich nicht erinnerst?

D: Oh… Du.

M: Richtig. Hey, ich wollte dir was sagen…

D: Ja, bitte? Willst du doch noch freundschaftlichen Sex?

M: Hallo? Freundschaft? Du spinnst ja… Aber schön, damit sind wir gleich beim Thema. Ich finde nämlich, du bist ein verdammter Psychopath! Und damit meine ich jetzt nicht diese niedliche kleine Friedhof-der-Kuscheltiere-Psychopath-Version, sondern die Art, die nachts rausgeht und Nutten ausweidet und sich dann einen Trophäenschrank mit erbeuteten Nieren in der Wohnung einrichtet.
D: Klingt cool.

M: *blinzel* Ja, das mein ich. Du bist gefährlich. Und diese axtschwingenden Zwerge…

D: Hey! Halt meine Zwerge da raus!

M: Ngh!

D: *schweigt*

M: Ich hätte damals schon Angst vor dir haben sollen.

D: Da war ich noch harmlos.

M: Na toll, und was ist dann passiert?

D: Du.

M: Na das war ja wieder klar.

D: Deswegen weide ich jetzt Huren aus und schreibe dann mit ihrem Blut deinen Namen an Hauswände.

M: Witzig!

D: Ich war immer schon ein lustiges Kerlchen. Jetzt vielleicht Lust auf Sex?

M: Gah! o_O

*klick*

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