Moppelmerksätze
 

Moppelmerksatz #19

Datum: 29.3.2008

Merke:

Was Filme eigentlich vom wahren Leben unterscheidet, ist die Vorhersehbarkeit des Unvorhersehbaren.

Bücher
 

Lesbares lesbares

Datum: 22.3.2008

Lesestoff: Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer.

“Das erste Buch, dass ich nach meiner Krankheit wieder lesen konnte. Es ist wunderbar, es wird dir gefallen.”

Ich wusste von Anfang an wie es ausgehen würde, weil ein Buch dieser Art so ausgehen muss, weil es weh tut, aber es muss eben einfach.

Die Leiden des jungen Werther, das war ein Briefroman. Einer ohne Antworten, aber die waren auch nicht so wichtig. Vielleicht hat ihm auch nie jemand geantwortet, vielleicht existierte sein Schreibpartner nur in seiner Phantasie. Der junge Werther war eine durchaus tragische Gestalt, um die es hier aber nicht weiter gehen soll. Das alles war nur eine viel zu lange und noch dazu unnötige Überleitung zu meinem eigentlichen Thema, nämlich der heutigen Entsprechung des Briefromans – des Emailromans. Und noch dazu einem, in dem die Antworten alles sind. Einen, wo man nicht mehr genau weiß, was die Antwort worauf ist, wer eigentlich angefangen hat, wie es angefangen hat, was überhaupt angefangen hat.

Schieben wir unsere Vorurteile einfach mal beiseite.

Zwei sich völlig fremde Menschen kommen zufällig via Email ins Gespräch, schreiben sich, schreiben sich ein ganzes Jahr hindurch Briefe, poetische, sachliche, traurige, wütende, verzweifelte, verliebte, glückliche, resignierte. Sie umtanzen sich kunstvoll wie Balletttänzer, finden Vertrauen zueinander und verlieren es wieder, werden jeweils zum Mittelpunkt eines unbekannten Lebens, und -

Es ist wie bei Nacht in ein fremdes Fenster zu schauen, dieser Blick in eine fremde Mailbox. Ein kleiner Voyeur steckt doch in uns allen.

Everyday Blog
 

Musikalisches

Datum: 3.3.2008

Raindrops keep falling on my cat… *sing*

dani_rainkitty.jpg

(Entschuldigung. Musste sein.)

Everyday Blog
 

Wo ist hier eigentlich die Taste für Pause?

Datum: 2.3.2008

Verpasse ich tatsächlich etwas von der Welt, wenn ich mir mal einen Augenblick eine Auszeit nehme, den Ton runterdrehe sozusagen und für einen Moment die Augen schließe?

Umgekehrt entgeht der Welt doch auch nichts von mir. Und selbst auf die Gefahr hin, dass das jetzt ein trauriger Vogel-Strauß-Schluss ist, den ich damit ziehe: es ist mir egal. Taste hin oder her, ab und zu braucht es die Pause einfach.

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