Moppelmerksätze
Merke:
Wenn man im Leben scheitert, kann das gefährlich sein. Wenn man in der Kunst scheitert, ist das peinlich.
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(Nicht von mir, leider. Wer’s errät ohne zu googlen kriegt einen Keks… Wie? Niemand? Wirklich absolut niemand? Kay, ich geb zu, ich hätt’s auch nicht gewusst, und wahrscheinlich habe ich es sogar schon bis morgen vergessen. Dann kann ich diesen Textzusatz hier löschen und komme mir vor, als wäre ich unglaublich innovativ, ob dieser wahnsinnig klugen und kreativen Aussage, von der ich mir dann einreden kann, sie wäre von mir, dabei stammt sie doch eigentlich von -)
Bücher
Man könnte meinen, ich hätte die letzten drei Monate kein Buch mehr angefasst. Stimmt aber nicht. Hab viele in der Hand gehabt, sogar aufgeschlagen und gelegentlich gelesen… Manche auf deutsch, viele aber auf Englisch, weil ich das Gefühl hatte, bisher viel von der englischsprachigen Grundliteratur versäumt zu haben.
Hemingway, beispielsweise, dem versoffene Chauvinistenschwein, bin ich auf diese Weise zum ersten Mal begegnet. Ein alter Mann zog einen Fisch an Land, der am Ende kein Fisch mehr war. Nobelpreisträchtig.
Richard Adams habe ich kennen gelernt, den manche auch des Antifeminismus bezichtigen, weil die niedlichen Kaninchendamen von den Herren Leporiden als bloße Reproduktionsmaschinen betrachtet wurden. Tragisch.
Mit Jane Austen feierte ich ein kitschtriefendes Wiedersehen, wenngleich von einem Hauch der Arroganz der Emma Woodhouse überschattet, die Elizabeth Bennet niemals aufblitzen ließ. Saccharinsüß.
Ein weiteres grundlegendes Werk, das womöglich das Potential hat, mein Leben um einiges zu bereichern, wartet noch im Regal auf mich: “Burton on Burton”. Mit einem Vorwort von Johnny Depp. Epochal.
Lesen ist schön.
Moppelmerksätze
Merke:
Wir sind endlich angekommen, am Ort unserer Träume und Alpträume¹.
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¹Ja, mit p. Weil anders find ich’s doof.
Everyday Blog
The morning breaks us up inside
Payback, execution, killing time
So watch as I start to smile…
Chris Corner war immer schon ein Künstler im Jonglieren mit Zynismus, Verzweiflung und traurigem Weltuntergangssex. Natürlich ist das mittlerweile ein leicht angestaubtes Bild, aber mal ehrlich – who cares? Ich meine, im Grunde ist es doch immer nur der völlige Untergang, auf den wir hoffen, nur um im Nachhinein wünschen zu können, es wäre nie so weit gekommen.
Ein Orgasmus wird nicht umsonst “der kleine Tod” genannt. Ich könnte mich jetzt in weiteren blumigen Metaphern ergehen, um diesen Punkt zu beschreiben, aber ich lass es besser – es hat ohnehin jeder seine eigene Vorstellung davon.
Im Endeffekt läuft es aber immer auf das hinaus, was Tyler Durden uns schon vor Jahren gepredigt hat: Erst wenn man alles verloren hat, gewinnt man die Freiheit, alles zu tun.
In Tyler we trust.
Aber mal ganz ehrlich – wer würde schon Tyler Durden wollen, wenn er Chris Corner haben könnte? Außerdem kratzt letztgenannter doch zumindest an der harten Schale der Realität, weil er begreift, dass unser Leben, trotz all diesem Strebens nach Vervollkommnung oder nach dem endgültigen Untergang oder beidem gleichzeitig, nichts weiter ist als die ewig gleiche Rolle des miesen schwarz-weiß-Films der Mittelmäßigkeit, dem eigentlichen Sumpf unserer Zeit.
Neurotic Repetition.
Miss Melodrama schlägt wieder zu. Knock out.