10 Dinge
 

100 Ideen auf 10 reduziert.

Datum: 28.7.2009
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Nebenbei hat mir heute ein Productivity-Blog mitgeteilt, wie ich auf 100 verschiedene Weisen mein Leben genießen könnte. Viele Vorschläge waren unspektakulär (“Geh mit deinem Hund spazieren.”), andere gerade zu irrsinnig (“Sing ein Lied und schenk deinen Freunden eine Aufnahme davon.” Bei mir würde das wohl eher zu einer drastischen Reduktion meines Freundeskreises führen). Einige dafür durchaus bemerkenswert, oder einfach nur nett.

Meine 10 Favoriten:

  1. Füttere die Enten im Park. (Was dafür spricht: zur Zeit wimmelt es nur so vor putzigen Entenküken und halbstarken Rowdies, die Gang-Lederjacken tragen und sich “The Ducklings” nennen.)
  2. Finde einen ruhigen Platz in schöner Umgebung und lies eines deiner Lieblingsbücher. (Lässt sich auch wunderbar mit Punkt 1 verbinden!)
  3. Lauf durch eine Sprinkleranlage (oder einen öffentlichen Brunnen)!
  4. Verbringe Zeit in einem Kaffeehaus und belausche intellektuelle Diskussionen fremder Menschen.
  5. Hör Musik aus einem neuen Genre.
  6. Schicke jemandem zum Spaß eine Postkarte.
  7. Probier ein neues Keks- oder Muffinrezept aus und verteile sie an Mitbewohner, Freunde, Kollegen. (Natürlich nur die gelungenen. Sonst ähnliches Risiko wie bei Aufnahme selbst verbrochenen Songs…)
  8. Druck ein paar digitale Fotos aus und häng sie auf. (Wer sagt, dass sie ein einsames Dasein in irgendeinem Ordner fristen müssen?)
  9. Schließ den Fernseher für einen Monat weg.
  10. Verbreite Chaos und Verwüstung, indem du eine Dose Coke Light mit einem Mentos hochgehen lässt.

Die komplette 100-Punk-Liste ist hier zu finden. Viel Spaß mit den Enten!

Everyday Blog
 

Zwei Ereignisse, die lose korrelieren

Datum: 23.7.2009
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Während ich heute im Park im Gras lag (Decken, das ist nur etwas für Anfänger. Die Grasmatratze ist bequemer als jede erdenkliche Unterlage aus Stoff) und Watzlawicks “Anleitung zum Unglücklichsein” las, fand ich ein vierblättriges Kleeblatt. Das erste seit Jahren, bestimmt. Ein Zufall, wie ihn sonst nur Filme schreiben, Bücher bestenfalls, aber sogar das schon eher selten, weil zu offensichtlich.

Dafür flog mir aber auch ein Käfer in die Nase, was in den visuellen Medien eine wiederum eher ungebräuchliche Darstellung ist.

Sommer. Ach…

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Fast eine Metapher

Datum: 21.7.2009
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Heute Morgen, ein paar Minuten vor Arbeitsbeginn, kommt ein verwirrter Mann in unser Büro.

Offensichtlich ist es wieder einmal jemand, der irgendetwas sucht und bei uns nachfragt, weil wir so seriös und professionell wirken. (Wer unser Büro nicht kennt, könnte den feinen Hauch von Zynismus an dieser Stelle eventuell nicht bemerken…) Jedenfalls fragt er meine Kollegin, die gerade intensiv den Pausenplan betrachtet, nach diesem oder jenem.

“Uh, fragen’s am besten die Chefin”, sagt sie und nickt grob in eine Richtung, die dummerweise auch die meine ist.

Meine Wenigkeit ist damit beschäftigt, ihren Rekord bei Minesweeper zu brechen – der einzigen Unterhaltung abseits der Arbeit, die uns hier neben dem Surfen auf Konzern-Partnerseiten und dem dumpfem Brüten über Dienstplänen noch bleibt. Würden sich nicht immer alle mit “Anonym” in die Highscoreliste eintragen, um keine Indizien zu hinterlassen, so würde bestimmt gewisser Ehrgeiz unter den Mitarbeitern erwachen. Aber es hat sicher alles sein Gutes. Sonst übertrüge sich der Enthusiasmus womöglich noch auf die Arbeit.

Jedenfalls steuert der verwirrte Mann zielstrebig auf mich zu, und ohne, dass ich mich wehren könnte, fängt er an zu reden. In einer Mischung aus mildem Desinteresse und einer gewissen “Fuck off and die”-Attitüde hebe ich den Kopf (was ausreicht, um meinen angestrebten neuen Rekord zu ruinieren). Seine Worte schaffen es, ohne nennenswerte Spuren zu hinterlassen, über meine geistige Landschaft hinweg zu ziehen. Ich glaube ihnen aber zu entnehmen, dass er hier und heute einen Termin hat, aber sich nicht erinnern kann wofür und bei wem, wodurch sich für mich die Situation irgendwo zwischen abstrus und schwachsinnig einordnen lässt.

Inzwischen hat die richtige Chefin – mit einem weitaus weniger ausgeprägten Hang zu solchen Klassifizierungen – das Dilemma erblickt und geleitet ihn mit freundlichen Worten zur Tür hinaus, und ehe er es merkt, sucht er woanders nach Antworten auf fragen, die er vergessen zu haben scheint.

Das ist es, was wir hier machen. Wir vertrösten die Leute und lassen es dabei so aussehen, als wäre alles zu ihrem Besten.

Mit freundlichen Grüßen, Ihr ***-Versand.

Bücher
 

Lichtschalter im Kopf

Datum: 11.7.2009
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Es ist schon lange her, dass ich zum letzten Mal über ein Buch geschrieben habe. Vielleicht ist es jetzt wieder an der Zeit. Vielleicht.

Lesestoff: Aprilwetter von Thommie Bayer.

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Graz in Nachtsicht

Datum: 7.7.2009
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city…ist so schön, dass ich heulen könnte.  Womöglich sollte ich aufhören, mich so oft auf Brücken herumzutreiben, und stattdessen mehr Zeit über der Stadt verbringen.  Wäre eine Überlegung wert.

Und OMG, ich hab RSS-Spam! What do I DO? (Lustige Katzen mit schlechter Rechtschreibung haben mich angesteckt, daher:) HALP! Ich beginne schon die ersten leisen Aufwallungen der Hysterie zu spüren…

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